Als Grafiker, Fotograf und Webdesigner arbeite ich täglich mit Unternehmen zusammen – von Start-ups bzw. Gründer:innen bis zu etablierten KMUs. Viele Unternehmer stehen dabei vor einer wichtigen Frage: Sollen wir extern mit einer Agentur oder einem Freelancer arbeiten, oder lieber jemanden einstellen?
In diesem Beitrag teile ich meine Perspektive aus der Design-Praxis. Was ich bereits vorab mitteilen kann: Eine fixe, funktionierende Kooperation bringt oft enorme Vorteile – weniger Kommunikationsaufwand, besserer Gesamtüberblick und konsistentere Markenführung.
Freelancer: Flexibel und kostengünstig – aber mit Tücken
Für wen geeignet?
Ideal für Start-ups und kleinere Unternehmen mit einzelnen Projekten oder knappem Budget.
Die Vorteile
Das Positivste: Die Kosten. Freelancer gibt es in verschiedenen Preisklassen – besonders für Neugründer:innen mit knappem Budget interessant.
Weitere Pluspunkte:
-
Flexibilität: Du zahlst nur bei Bedarf – keine Fixkosten
-
Spezialisierung: Experten in ihrem Fachgebiet
-
Schnelle Verfügbarkeit: Oft kurzfristig buchbar
Stundensätze für Freelancer im DACH-Raum:
- Grafikdesign-Freelancer: ~82 €/h im Durchschnitt
- Webdesign-Freelancer: ~92 €/h im Durchschnitt
- Gesamt Design-Bereich: 70–110 €/h
(Quelle: Freelancermap.at)
Die Nachteile
Achtung: Die Gefahr von semiprofessioneller Qualität ist größer, besonders bei Billig-Angeboten.
Weitere Herausforderungen:
- Eingeschränkte Leistungen: meist nur eine Dienstleistung (z. B. nur Webdesign)
- Kommunikationsaufwand: Bei größeren Projekten musst du mehrere Freelancer koordinieren
- Inkonsistenz: Verschiedene Freelancer = verschiedene Stile
- Verfügbarkeit: Gute Freelancer sind oft ausgebucht
Meine Einschätzung
Für einzelne, simple Aufgaben: Ja. Aber auch als Start-up sollte man langfristig denken. Wenn du professionell am Markt bestehen willst, ist ein Full-Service-Freelancer oder eine kleine Agentur von Anfang an die bessere Wahl – das spart später teure Rebranding-Projekte.
Agentur: Rundum-Service mit höheren Kosten
Für wen geeignet?
Für wachsende Unternehmen (bis 50 Mitarbeiter) mit umfangreicheren Projekten oder kontinuierlichem Betreuungsbedarf.
Die Vorteile
Der größte Vorteil: Alles aus einer Hand. Webdesign, Fotografie, Grafikdesign – das spart enormen Kommunikationsaufwand.
Weitere Pluspunkte:
-
Gesamtüberblick: Die Agentur kennt deine Marke – alles bleibt konsistent
-
Team-Power: Gebündeltes Experten-Know-how
-
Skalierbarkeit: Kann mit deinem Unternehmen wachsen
-
Professionalität: Etablierte Prozesse und verlässliche Qualität
Die Nachteile
- Höhere Kosten durch Overhead (Verwaltung, Büro, Marketing der Agentur).
-
Junior-Mitarbeiter arbeiten manchmal an deinem Projekt
-
Bei großen Agenturen weniger persönlich
-
Durch mehr Abstimmungen manchmal längere Durchlaufzeiten
Stundensätze in österreichischen Werbeagenturen:
- Durchschnitt: 100–130 €/h
- Designer/Projektmanager: ~100 €/h
- Senior Strategieberater: 130–175 €/h
(Quelle: FG Werbung Branchen-Honorarstudie Dez. 2024)
Mein Tipp
Kleinere Agenturen (oder Full-Service-Freelancer) sind oft günstiger und persönlicher. Du hast direkten Kontakt zu den Machern, nicht nur zu Projektmanagern.
Inhouse: Der eigene Marketing-Mitarbeiter
Für wen geeignet?
Für größere Unternehmen mit hohem, kontinuierlichem Marketing-Bedarf.
Die Vorteile
Bei Vollauslastung kann es günstiger sein als externe Lösungen.
Weitere Pluspunkte:
-
Sofortige Verfügbarkeit: Immer da, wenn du ihn brauchst
-
Tiefes Verständnis: Kennt dein Unternehmen in- und auswendig
-
Schnelle Umsetzungen: Kleine Änderungen werden sofort erledigt
Inhouse-Mitarbeiter Gehälter für kreative Rollen (z. B. Grafikdesign, Marketing, Kommunikation) in Österreich pro Monat:
- Einsteiger/Junior: ~2.000–2.800 € brutto/Monat
- Mid-Level: ~2.800–4.000 € brutto/Monat
- Senior/Spezialisten: ~4.000–6.000+ € brutto/Monat
(Quelle: WKO Kollektivvertrag Werbung & Marktkommunikation 2025)
Die Nachteile (und versteckte Kosten!)
Achtung: Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Lohnnebenkosten erhöhen die Kosten erheblich.
Weitere Kosten und Einschränkungen:
- Fixkosten: Auch in ruhigen Zeiten zahlst du das Gehalt
- Begrenzte Expertise: Schwer, jemanden zu finden, der Foto UND Grafik UND Web UND Video beherrscht
- Urlaub & Krankheit: Marketing steht still oder du brauchst externe Hilfe
- Equipment & Software: Zusätzliche Investitionen nötig
Meine Einschätzung
Nur sinnvoll bei Vollauslastung das ganze Jahr über, insofern du die geeignete Person für dein Unternehmen findest.
Die Hybrid-Lösung: Das Beste aus allen Welten?
In der Praxis funktioniert oft eine Kombination am besten:
-
Fester Freelancer/kleine Agentur für strategische Projekte (Branding, Website, Kampagnen)
-
Inhouse-Person für Alltägliches (Social Media, kleine Grafiken)
Perfekt für Unternehmen mit 10–50 Mitarbeitern – Expertise von außen + schnelle Umsetzung von innen.
Zusammenfassung: Was ist die beste Lösung?
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an – auf Unternehmensgröße, Budget und Marketing-Bedarf.
Meine Empfehlung:
-
Start-up/Neugründung: Direkt mit Full-Service-Freelancer oder kleiner Agentur starten
-
Wachsende Firma: Full-Service-Freelancer oder kleine Agentur – der Sweet Spot für KMUs
-
Etabliert (50+ MA): Inhouse + externe Expertise für größere Projekte
Das Wichtigste: Such dir einen Partner, dem du vertraust und der für dich gut erreichbar ist. Eine fixe Kooperation spart langfristig Zeit, Geld und Nerven.
Work with me: Full-Service aus einer Hand
Als Grafiker, Fotograf und Webdesigner biete ich dir das Beste aus beiden Welten:
-
✅ Kosteneffizienz eines Freelancers – keine großen Agentur-Overhead-Kosten
-
✅ Komplettservice einer Agentur – Foto, Grafik und Web aus einer Hand
-
✅ Persönliche Betreuung – du arbeitest direkt mit mir
-
✅ Langfristige Markenkonsistenz – einheitlicher Auftritt über Jahre
Perfekt für KMUs, die sich professionell positionieren wollen – ohne Agentur-Budget.
Kontaktiere mich gerne für ein unverbindliches Gespräch.






